Fachinfo

Hier finden Sie aktuelle Fachinformationen rund um die Themen Traumatisierung und Flucht. Profitieren Sie auch von unseren Fortbildungs- und Beratungsangeboten.

Nächster Termin: Mittwoch, 12. Dezember 2018


Save the Date: “Flucht – Trauma – Sucht. Herausforderungen in der Versorgung suchterkrankter traumatisierter Geflüchteter”

Wir möchten Sie herzlich zu unserem Fachtag mit anschließendem Netzwerktreffen/Runden Tisch am 12.12.18 einladen:

Die Veranstaltung  “Flucht – Trauma – Sucht. Herausforderungen in der Versorgung suchterkrankter traumatisierter Geflüchteter” findet am Mittwoch, den 12.12.2018, von 10:00-16:00 Uhr im Forum St. Joseph, Isernhagener Str. 63, 30169 Hannover, statt. 

Organisiert vom Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen e.V. in Kooperation mit der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen. Gefördert durch das niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Eine Einladung mit detailliertem Tagesprogramm folgt in Kürze.

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung unter info@ntfn.de

Psychotherapie zu Dritt: Reader ab dem 8.10.18 wieder erhältlich

PzD CoverWie binde ich Dolmetschende sinnvoll in Behandlungsgespräche ein? Und welche Rahmenbedingungen sind nötig, um die Situation für alle Beteiligten konstruktiv zu gestalten?

Diese und weitere Fragen beantwortet der Reader “Psychotherapie zu Dritt”. Er wird seit 2008 vom Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen e.V. herausgeben und ist in dritter und überarbeiteter Auflage wieder ab dem 8.10.18 erhältlich.

Die Beiträge sind praxisorientiert und beziehen verschiedene Blickwinkel – sowohl die der PsychotherapeutInnen als auch der Dolmetschenden und der KlientInnen – mit ein. Somit ist er für alle beteiligten Fachkräfte gleichermaßen aufschlussreich. Neben Beiträgen und Interviews finden sich verschiedene Materialien im Anhang, darunter Musteranträge für ambulante Psychotherapie nach § 4 und § 6 AsylbLG. Neu sind zudem Beiträge zur Finanzierung von Dolmetscherkosten (Nina Hager, Juristin des BAfF e.V.) sowie zur Prävention Sekundärer Traumatisierungen von Dolmetschenden (Kristina Grundmann, Erziehungswissenschaftlerin).

Das Inhaltsverzeichnis können Sie hier einsehen.

Der Reader wird gegen 8€ inkl. Versandkosten abgegeben. Bestellungen nimmt Frau Karimi (n.karimi@ntfn.de) gerne entgegen.


Hinweise für afghanische Flüchtlinge und ihre Berater*innen

Afghanistan ist für Flüchtlinge nicht sicher – trotzdem setzt Deutschland auf Abschreckung und schiebt Menschen dorthin ab. Bei aller berechtigten Vorsicht sollte allerdings unter afghanischen Flüchtlingen keine Panik ausbrechen.

Behauptungen, die Asylanträge afghanischer Staatsangehöriger seien chancenlos, sind falsch.

Pro Asyl hat dazu einige hilfreiche Hinweise zusammengestellt, die in die Beratung und Unterstützung von afghanischen Geflüchteten einbezogen werden können und sollten:
https://www.proasyl.de/hintergrund/hinweise-fuer-afghanische-fluechtlinge-und-ihre-beraterinnen/


Neue Broschüre zur Familienzusammenführung nach der Dublin III Verordnung

Die Diakonie Deutschland hat eine neue Broschüre Familienzusammenführungen im Rahmen der Dublin-III Verordnung nach Deutschland – Anspruch – Verfahren – Praxistipps erstellt.

Sie kann in gedruckter Form bestellt werden unter:
https://www.diakonie.de/diakonie-texte/022018-familienzusammenfuehrungen-im-rahmen-der-dublin-iii-verordnung-nach-deutschland/

Als PDF zum Download finden Sie sie unter:
https://www.diakonie.de/fileadmin/user_upload/02_2018_Familienzusammenfu__hrungen.pdf


BPtK: Versorgung psychisch kranker Flüchtlinge

Der Homepage-Bericht über das Round-Table-Gespräch zur Versorgung psychisch kranker Geflüchteter am 16. Februar 2017 ist jetzt auf der Homepage der BPtK abrufbar unter: http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/was-benoetig.html

Ausserdem wollen wir auf Materialien zur psychosozialen Notfallversorgung in verschiedenen Sprachen aufmerksam machen, die auf der Homepage der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen abgerufen werden können: http://www.pknds.de/index.php?id=139

Ähnliche Informationen finden Sie auch in dem Ratgeber für Flüchtlingseltern zum Umgang mit traumatisierten Kindern der auf Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurmandschi und Farsi vorliegt, sowie unserem Ratgeber für Flüchtlingshelfer; abrufbar unter: http://www.bptk.de/publikationen/bptk-infomaterial.html


Schwachstellen d​er Versorgung: Daten​ zur psychosozialen ​Unterstützung von Flüchtlingen

die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. hat gestern ihren neuen Bericht zur Versorgungssituation von Flüchtlingen und Folteropfern veröffentlicht. Der Versorgungsbericht stellt vor, inwieweit es für Flüchtlinge, die mit psychischen Belastungen kämpfen, in Deutschland Behandlungsangebote gibt und wie viele Flüchtlinge tatsächlich behandelt werden können. Der Bericht fasst Befunde zum Versorgungsbedarf traumatisierter Flüchtlinge zusammen und legt dar, welche Versorgungs- und Gesundheitsleistungen Flüchtlingen nach Vorgaben internationaler Konventionen und EU-Richtlinien zustehen.

So wurden im Jahr 2015 in den in der BAfF vernetzten 32 Psychosozialen Zentren 14.109 KlientInnen betreut, davon erhielten 82 Prozent Beratungen (11.571) und 36 Prozent eine Psychotherapie (5.147 Personen). Doch dies stellt umgerechnet nur einen Anteil von lediglich fünf Prozent der psychisch erkrankten Flüchtlinge dar, wenn man nach Studienlage davon ausgeht, dass etwa 40 Prozent der Flüchtlinge in Deutschland unter Traumafolgestörungen leiden (=379.848). Selbst wenn nur ein Drittel der erkrankten Personen auch tatsächlich eine Behandlung wahrnehmen wollen würde, dann bliebe für das Jahr 2015 ein Anteil von 85 Prozent, auf den nicht im Umfeld der Psychosozialen Zentren reagiert werden konnte. Entsprechend mussten die Psychosozialen Zentren auch 2015 sehr viele Menschen ablehnen, die bei ihnen um Unterstützung baten.

Dieser Situation kann nur durch einen Ausbau der Behandlungskapazitäten innerhalb und außerhalb der Psychosozialen Zentren begegnet werden. Niedergelassene PsychotherapeutInnen müssen Möglichkeiten erhalten, sich unbürokratisch an der Versorgung von Geflüchteten zu beteiligen, die Psychosozialen Zentren als Hauptakteure in diesem Feld müssen in ihren Strukturen und Ressourcen gestärkt werden.

Der Versorgungsbericht ist unter
http://www.baff-zentren.org/news/neuer-versorgungsbericht-zur-psychosozialen-versorgung-von-fluechtlingen-in-deutschland/
abrufbar.

Die Pressemitteilung mit einer Kurzzusammenfassung der Ergebnisse finden Sie
hier.


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