Jährliche Fachtagung des NTFN e.V. zum Themenkomplex “Trauma und Radikalisierung”

Unter dem Titel “Nach dem Trauma – Wege und Irrwege auf der Suche nach seelischer Sicherheit” kamen um die 60 Teilnehmende im Haus der Region Hannover zusammen. Religion ist für viele Menschen eine wichtige Ressource und kann gerade in schwierigen Zeiten eine Stütze sein – was aber tun, wenn Klient*innen auf der Suche nach seelischer Sicherheit radikalen Ideologien verfallen?

Zu diesem Thema begrüßten Henning Roehrs (Vorstand des NTFN e.V.) sowie Andrea Hanke (Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover) die zahlreich erschienenen Gäste. Die Tagung wurde begonnen mit zwei Vorträgen von Lutz Besser, Leiter des Zentrums für Psychotraumatologie und Traumatherapie Niedersachsen. Darin stellte er sehr anschaulich die Grundlagen traumatischer Erfahrung und Folgeerkrankung vor. Auf die mit vielen Praxisbeispielen versehenen Vorträge folgte ein sehr persönlicher Einstieg des Referenten Arman Jahanshahi von beRATen e.V.. Dr. Jahanshahi berichtete von seiner Flucht aus dem Iran und gab den Zuhörenden einen Einblick in die Situation eines jungen Menschen, der ohne soziale Netze in einem fremden Land strandet. Zusammen mit seiner Kollegin Yegane Ahlers gab er einen Einblick in die Arbeit des beRATen e.V., der Beratungsstelle zur Prävention neo-salafistischer Radikalisierung.

Nach einer Mittagspause konnten die Teilnehmenden in Workshops die Erkenntnisse aus den ersten Vorträgen vertiefen. Zu einem dritten Workshop-Angebot war Kelvin Herren angereist, der den sozialpädagogischen Alltag mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen beleuchtete.

Wir danken allen Teilnehmenden und den Redner*innen für Ihre konstruktiven Beiträge!

Impressionen: