Therapie- und Dolmetscherkosten

Psychotherapeutische Behandlung von Asylsuchenden auch mit ungesichertem Aufenthalt sinnvoll

Bei manchen Sozialämtern/Gesundheitsämtern kommt es zu Ablehnungen der Kostenübernahme für psychotherapeutischer Behandlungen bei geduldeten Flüchtlingen mit Verweis auf die mangelnde Effizienz von traumazentrierter Psychotherapie bei ungesichertem Aufenthalt. Eine andere Ablehnungsbegründung ist der Verweis, dass eine post-traumatische Belastungsstörung erst bei Aufenthaltssicherheit erfolgreich behandelt werden kann.

Hierzu gibt es eine Stellungnahme der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen Stellungnahme PKN

Positives Urteil zur Übernahme von Dolmetscherkosten

Wir freuen uns über ein aktuelles Urteil des Sozialgerichtes Hildesheim.
Darin wurde der Klägerin Recht gegeben und das Sozialamt zur Kostenübernahme der Dolmetscherleistung für eine von der Krankenkasse bewilligte Therapie verpflichtet. Dabei bezog sich das Gericht auf § 73 SGB XII
Wir dokumentieren das Urteil hier.

Kostenübernahme durch Job-Center möglich
Auch bei Leistungsbezug durch das Job-Center können die Dolmetscherkosten im Einzelfall auf Antrag als Mehrbedarf übernommen werden:

Fahrt- oder Dolmetscherkosten als Mehrbedarfe nach SGB II

Bescheid Job-Center

Beantragung von Therapie- und Dolmetscherkosten

Eine Therapie, gegebenenfalls auch mit DolmetscherIn, zu beantragen, ist oft sehr mühselig.
Bei einer Anfrage für Psychotherapie benötigen wir in der Regel einige Informationen, die Sie HIER finden.

Die Powerpointpräsentation von Karin Loos, erarbeitet für die Fortbildung vom 18.09.2011, informiert über die Problematik und den Beantragungsweg.

Einzelne Schritte zur Beantragung

Die einzelnen Schritte zur Beantragung noch einmal zusammengefasst: Beantragung Psychotherapie AsylblG1

Therapieantrag ohne Dolmetscherkosten

Therapieantrag mit Dolmetscherkosten