Aktuelles

refuKey auf dem DTPPP-Kongress in St. Gallen/CH

Freitag den 12.10.2018
Unsere Mitarbeiterin Amira Sultan (Standort Göttingen) hat das Projekt “refuKey” auf dem DTPPP-Kongress in St. Gallen/CH vorgestellt. Bei dem Kongress des Dachverbands der transkulturellen Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im deutschsprachigen Raum (DTPPP) waren Organisationen wie Einzelpersonen vertreten, um sich zu vernetzen und auszutauschen.
 
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Im Zuge von “refuKey”, das seit 2017 vom NTFN und der DGPPN durchgeführt wird, sind im gesamten Bundesland neue Psychosoziale Zentren entstanden oder bestehende Angebote ausgebaut worden. Gleichzeitig werden diese besser mit der psychiatrischen Versorgung verschränkt – ein Teil der refuKey-MitarbeiterInnen ist in psychiatrischen Kliniken tätig, um den Übergang zwischen den Versorgungssträngen zu koordinieren und bei der stationären Behandlung von Geflüchteten zu unterstützen. Das Projekt ist in dieser Form einzigartig und stieß deshalb auch in St. Gallen auf großes Interesse der anwesenden Expertinnen und Experten.
 
Mehr Informationen zu “refuKey” finden Sie auf der Homepage www.refukey.org

Stellungnahme des NTFN e.V. zum Artikel „Gekommen, um zu bleiben“ (Cellesche Zeitung vom 8.9.18) und der dadurch ausgelösten Debatte

Donnerstag den 4.10.2018

Die vollständige Stellungnahme des NTFN e.V. zum Zeitungsartikel „Gekommen, um zu bleiben“ in der Celleschen Zeitung vom 8. September 2018 und der zugrundeliegenden Antwort der Stadtverwaltung Celle auf eine AfD-Anfrage finden sie hier.


Impressionen vom Tag der Offenen Tür im PSZ Göttingen

Donnerstag den 4.10.2018

Impressionen vom Tag der Offenen Tür in den neuen Räumen des PSZ Göttingen, am 1. Oktober 2018.Das Göttinger Tageblatt hat in seiner Ausgabe vom 2. Oktober 2018 darüber berichtet: http://www.goettinger-tageblatt.de/Die-Region/Goettingen/Psychosoziales-Zentrum-in-neuen-Raeumen

Unsere GrußrednerInnen v.l.n.r.: Karin Loos (Geschäftsführerin des NTFN e.V.), Claudia Schröder (Nds. Sozialministerium, Abteilungsleiterin Gesundheit und Prävention), Dr. Thomas Häntsch (Bürgermeister Göttingen), Pater Ludger Joos (Citykirche St. Michael), Daniela Finkelstein (Standortleiterin Göttingen, NTFN e.V.), Wigbert Schwarze (Kath. Kirche, Dekanat Göttingen), PD Dr. Iris Graef-Calliess (DGPPN).

Unsere GrußrednerInnen v.l.n.r.: Karin Loos (Geschäftsführerin des NTFN e.V.), Claudia Schröder (Nds. Sozialministerium, Abteilungsleiterin Gesundheit und Prävention), Dr. Thomas Häntsch (Bürgermeister Göttingen), Pater Ludger Joos (Citykirche St. Michael), Daniela Finkelstein (Standortleiterin Göttingen, NTFN e.V.), Wigbert Schwarze (Kath. Kirche, Dekanat Göttingen), PD Dr. Iris Graef-Calliess (DGPPN).

 

Das Team des PSZ Göttingen

Das Team des PSZ Göttingen

 

 

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Standortleiterin Daniela Finkelstein hat für ihre Verdienste zum Aufbau des Standorts einen Preis für Hartnäckigkeit und Ausdauer vom NTFN e.V. erhalten

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NTFN beim Entdeckertag der Region Hannover

Samstag den 15.09.2018
Susanne Schröder (links) und Dr. Cornelia Oestereich (rechts) klären über die Arbeit des NTFN auf

Susanne Schröder (links) und Dr. Cornelia Oestereich (rechts) klären über die Arbeit des NTFN auf

Beim Entdeckertag der Region Hannover war auch der NTFN e.V. vertreten, gemeinsam mit unseren Freundinnen und Freunden von Amnesty International. Bei der Veranstaltung in der Innenstadt Hannovers, zu der über 200.000 Menschen erschienen waren, kamen Susanne Schröder, Franziska Wolters (beide NTFN-Vorstand) sowie Dr. Cornelia Oestereich (NTFN-Beirat) mit den Passanten ins Gespräch. Auch unsere Erklärung zu den aktuellen politischen Entwicklungen in Deutschland  wurde an dieser Stelle verteilt.


NTFN bezieht Stellung: Misstrauen, Hass und Angst machen uns alle krank! Für eine Gesellschaft der gelebten Solidarität.

Freitag den 7.09.2018

[Der nachfolgende Text als PDF zum Farbausdruck]

Die aktuellen Debatten um das Thema Flucht sowie eine ablehnende Haltung gegenüber Flüchtlingen wirken sich vermehrt auf deren seelische und körperliche Gesundheit aus. Das stellen die Therapeut*innen des Netzwerks für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen (NTFN e.V.) in ihrer Beratungsarbeit zunehmend fest. Der Verein, der im vergangenen Jahr über 1400 Flüchtlinge in Niedersachsen psychosozial und psychotherapeutisch versorgt hat, beklagt eine Atmosphäre der Angst und Verunsicherung, die in der alltäglichen Beratungsarbeit spürbar wird. Auch Diskriminierungserfahrungen nehmen wieder zu. Dazu die Geschäftsführerin des Vereins, Karin Loos:

„Die Flüchtlinge, die hier zunächst mit viel Herzlichkeit und Engagement aufgenommen wurden, verstehen nicht, was sie falsch gemacht haben. Auch viele Ehrenamtliche sind verunsichert und fühlen sich in ihrem anhaltenden zivilgesellschaftlichen Engagement nicht mehr gewertschätzt.“

Der NTFN e.V. beklagt, dass praktische Solidarität schleichend durch Misstrauen ersetzt wird. Dieses gesellschaftliche Klima hat auch Auswirkungen auf die Gesundheit von Geflüchteten. Für eine Überwindung traumatischer Ereignisse, wie sie viele Geflüchtete erleben mussten, sind eine wohlwollende Aufnahme und ein sicheres Umfeld wichtige Voraussetzungen. Die Anerkennung des im Herkunftsland erlittenen Unrechts gehört dazu. Eine politische Kultur, die Flucht als „Asyltourismus“ begreift und psychologische/ärztliche Gutachten unter Generalverdacht stellt, geht in eine andere Richtung. Der NTFN e.V. beklagt zudem, dass trotz bekannter Gefährdungslage Menschen vermehrt von Rückführungen und Abschiebungen bedroht sind.

Wir sind erstaunt und empört, mit welcher Selbstverständlichkeit sich Ressentiments medial und im zwischenmenschlichen Umgang entladen. Diese Erscheinung beschränkt sich längst nicht mehr auf die politischen Ränder. Aussagen, die weniger der Realität als der Rhetorik geschuldet sind, haben dennoch konkrete Auswirkungen auf die Betroffenen. Sie äußern sich in konkreten Handlungen auch in Niedersachsen, seien es ausländerfeindliche Proteste gegen einen Moschee-Bau in Papenburg, seien es vermehrte Angriffe auf die Unterkünfte von Asylsuchenden und deren Unterstützer*innen.

Dazu NTFN-Vorstandsvorsitzende Susanne Schröder: „Die Integration von Geflüchteten ist in unser aller Interesse. Setzt sich der aktuelle Kurs weiter fort, ist mit Zunahme der seelischen und körperlichen Erkrankungen und der psychosozialen Isolation der Betroffenen zu rechnen. Mit diesen negativen Folgen werden Betroffene, ihre Familien sowie die Gesamtgesellschaft noch lange zu kämpfen haben. Das schadet uns allen!“

Aus diesem Grund unterstützt der NTFN e.V. die geplante Großdemonstration am 13. Oktober 2018 um 13 Uhr in Berlin, zu der verschiedene Organisationen und Prominente unter dem #unteilbar aufrufen.

Kontakt (auch für Interessenten an der Demo): a.wuehle@ntfn.de