Aktuelles

NTFN beim Entdeckertag der Region Hannover

Samstag den 15.09.2018

Susanne Schröder (links) und Dr. Cornelia Oestereich (rechts) klären über die Arbeit des NTFN auf

Susanne Schröder (links) und Dr. Cornelia Oestereich (rechts) klären über die Arbeit des NTFN auf

Beim Entdeckertag der Region Hannover war auch der NTFN e.V. vertreten, gemeinsam mit unseren Freundinnen und Freunden von Amnesty International. Bei der Veranstaltung in der Innenstadt Hannovers, zu der über 200.000 Menschen erschienen waren, kamen Susanne Schröder, Franziska Wolters (beide NTFN-Vorstand) sowie Dr. Cornelia Oestereich (NTFN-Beirat) mit den Passanten ins Gespräch. Auch unsere Erklärung zu den aktuellen politischen Entwicklungen in Deutschland  wurde an dieser Stelle verteilt.


NTFN bezieht Stellung: Misstrauen, Hass und Angst machen uns alle krank! Für eine Gesellschaft der gelebten Solidarität.

Freitag den 7.09.2018

[Der nachfolgende Text als PDF zum Farbausdruck]

Die aktuellen Debatten um das Thema Flucht sowie eine ablehnende Haltung gegenüber Flüchtlingen wirken sich vermehrt auf deren seelische und körperliche Gesundheit aus. Das stellen die Therapeut*innen des Netzwerks für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen (NTFN e.V.) in ihrer Beratungsarbeit zunehmend fest. Der Verein, der im vergangenen Jahr über 1400 Flüchtlinge in Niedersachsen psychosozial und psychotherapeutisch versorgt hat, beklagt eine Atmosphäre der Angst und Verunsicherung, die in der alltäglichen Beratungsarbeit spürbar wird. Auch Diskriminierungserfahrungen nehmen wieder zu. Dazu die Geschäftsführerin des Vereins, Karin Loos:

„Die Flüchtlinge, die hier zunächst mit viel Herzlichkeit und Engagement aufgenommen wurden, verstehen nicht, was sie falsch gemacht haben. Auch viele Ehrenamtliche sind verunsichert und fühlen sich in ihrem anhaltenden zivilgesellschaftlichen Engagement nicht mehr gewertschätzt.“

Der NTFN e.V. beklagt, dass praktische Solidarität schleichend durch Misstrauen ersetzt wird. Dieses gesellschaftliche Klima hat auch Auswirkungen auf die Gesundheit von Geflüchteten. Für eine Überwindung traumatischer Ereignisse, wie sie viele Geflüchtete erleben mussten, sind eine wohlwollende Aufnahme und ein sicheres Umfeld wichtige Voraussetzungen. Die Anerkennung des im Herkunftsland erlittenen Unrechts gehört dazu. Eine politische Kultur, die Flucht als „Asyltourismus“ begreift und psychologische/ärztliche Gutachten unter Generalverdacht stellt, geht in eine andere Richtung. Der NTFN e.V. beklagt zudem, dass trotz bekannter Gefährdungslage Menschen vermehrt von Rückführungen und Abschiebungen bedroht sind.

Wir sind erstaunt und empört, mit welcher Selbstverständlichkeit sich Ressentiments medial und im zwischenmenschlichen Umgang entladen. Diese Erscheinung beschränkt sich längst nicht mehr auf die politischen Ränder. Aussagen, die weniger der Realität als der Rhetorik geschuldet sind, haben dennoch konkrete Auswirkungen auf die Betroffenen. Sie äußern sich in konkreten Handlungen auch in Niedersachsen, seien es ausländerfeindliche Proteste gegen einen Moschee-Bau in Papenburg, seien es vermehrte Angriffe auf die Unterkünfte von Asylsuchenden und deren Unterstützer*innen.

Dazu NTFN-Vorstandsvorsitzende Susanne Schröder: „Die Integration von Geflüchteten ist in unser aller Interesse. Setzt sich der aktuelle Kurs weiter fort, ist mit Zunahme der seelischen und körperlichen Erkrankungen und der psychosozialen Isolation der Betroffenen zu rechnen. Mit diesen negativen Folgen werden Betroffene, ihre Familien sowie die Gesamtgesellschaft noch lange zu kämpfen haben. Das schadet uns allen!“

Aus diesem Grund unterstützt der NTFN e.V. die geplante Großdemonstration am 13. Oktober 2018 um 13 Uhr in Berlin, zu der verschiedene Organisationen und Prominente unter dem #unteilbar aufrufen.

Kontakt (auch für Interessenten an der Demo): a.wuehle@ntfn.de


NTFN war mit dabei: Friedensmarsch am 3. September 2018 in Hannover

Freitag den 7.09.2018

DSC05461-Bearbeitet-1_large

Rund 3.000 Menschen haben nach den jüngsten Ausschreitungen in Chemnitz für eine offene Gesellschaft, gegen Gewalt und Rassismus demonstriert – darunter waren neben dem Nds. Ministerpräsidenten Stephan Weil auch mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des PSZ Hannover. Verschiedene Bündnisse hatten zu dem Marsch aufgerufen, der vom Maschsee bis zum Mahnmal Aegidienkirche führte.

Dass sich die Stimmung im Land ändert, merken wir auch in unserer täglichen Arbeit. Immer wieder werden unsere Klientinnen und Klienten Opfer rassistischer Anfeindungen. Dass diese Situation nicht nur Geflüchtete, sondern uns als Gesamtgesellschaft krank macht, hat der NTFN e.V. in einer kürzlich veröffentlichten Erklärung dargestellt.


NTFN e.V. unterstützt den Aufruf #unteilbar

Freitag den 31.08.2018

Wir unterstützen den Aufruf für eine offene und freie Gesellschaft, hinter das sich ein breites Bündnis an Organisationen und Prominenten unter dem #unteilbar stellt. Den Aufruf in verschiedenen Sprachen sowie Informationen zu der geplanten Großdemonstration am 13. Oktober 2018 in Berlin finden Sie hier: www.unteilbar.org


NDR-Bericht zu Hilfsangeboten für psychisch kranke Flüchtlinge

Freitag den 24.08.2018

Der NDR hat einen Beitrag zu Hilfsangeboten für psychisch kranke Flüchtlinge auf seiner Homepage, der am 16. Juni 2018 auch im Radio NDR Info lief. Darin wird das NTFN als wichtige Anlaufstelle in Niedersachsen genannt. Den vollständigen Beitrag von Elisabth Weydt finden Sie unter

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Wo-es-Hilfe-fuer-psychisch-kranke-Fluechtlinge-gibt,krankefluechtlinge100.html


Seite 3 von 4112345...102030...Letzte »