Aktuelles

Ab August: Sprechstunden des NTFN in Cuxhaven in Kooperation mit dem MVZ Timmermann und Partner

Montag den 18.07.2016

Die Sprechstunde soll eine Anlaufstelle werden, die Menschen auf der Flucht den Weg zu fachärztlicher und therapeutischer Behandlung ebnen soll. Insbesondere bietet das Projekt “Morgenröte”:

Genaueres entehmen Sie bitte dem Flyer.

Inzwischn haben auch die “Cuxhavener Nachrichten” darüber berichtet. Hier kommen Sie zum Artikel.


Grenzenlos kochen – und mehr

Freitag den 1.07.2016

(c) Axel Javier Sulzbacher

Am 23. Juni haben wir in unserer After-Work-Reihe die “No Border Kitchen” vorgestellt. Für alle, die nicht kommen konnten, stellen wir hier ein paar Infos über das großartige Projekt zur Verfügung. Von der Idee einer mobilen Küche auf dem Balkan ausgehend ist es ein Hilfsprojekt geworden, das bei der Erst- und Weiterversorgung mit allem Lebenswichtigen auf Lesbos ankommender Flüchtlinge aktiv ist. Dazu gehört auch die Versorgung mit verlässlichen Informationen. Wer mehr über das Projekt wissen will, kann sich den Blog des Projekts ansehen unter

http://grenzenloskochenhannover.blogsport.de

oder auch gleich eine e-Mail schreiben an grenzenloskochenhannover@posteo.de

 

 


Förderungsangebot für kleine Initiativen und Supervision außerhalb der Region Hannover bis Dezember 2016

Donnerstag den 30.06.2016

Das NTFN hat noch bis Ende des Jahres 2016 (für 6 Monate) Mittel zur Verfügung, um dezentral im Flächenland Niedersachsen

1. kleinere Projekte/Initiativen für traumatisierte Flüchtlinge zur Ergänzung bestehender Beratungsangebote kurzfristig und einmalig zu fördern. Dabei geht es gezielt darum, in ländlichen Regionen oder Regionen mit Erstaufnahmeeinrichtungen Angebote zu ermöglichen, und zudem das ehrenamtliche Engagement zu unterstützen.

Möglich ist z.B. die Förderung von Honorarmitteln (für z.B. musiktherapeutische und kunsttherapeutische Angebote, Bewegungs-, Entspannungsgruppen, Begleitinitiativen für Arztbesuche sowie Dolmetscherkosten).

2. Möglich ist auch die Vermittlung und Finanzierung von Supervision (Unterstützung für Unterstützer) für Ehrenamtliche.

Pro Einzelanfrage (kurze Beschreibung, Zeitraum, Finanzbedarf) ist eine Förderung von 200,- bis Euro 1.500,-
gegen Rechnung möglich.

Wir prüfen in der Reihenfolge der eingehenden Anfragen.

Bitte fragen Sie an über m.kretzschmar@ntfn.de.


Amnesty-Petition: Sichere Zugangswege für Flüchtlinge schaffen

Donnerstag den 30.06.2016

Täglich sterben Menschen bei dem Versuch nach Europa zu gelangen, um dort Schutz zu suchen. Einer der Gründe hierfür ist, dass Flüchtlinge fast keine Möglichkeiten haben, auf sicherem Weg europäischen Boden zu erreichen. Europa schottet sich an seinen Grenzen ab und versperrt die Fluchtwege über Land. Jährlich ertrinken Tausende Menschen bei dem Versuch, die EU über das Mittelmeer zu erreichen. Damit Menschen gar nicht erst gezwungen werden, diese lebensgefährliche Flucht auf sich zu nehmen, braucht es mehr sichere Zugangswege in die EU und eine größere Aufnahmebereitschaft der EU-Staaten.

Im September 2016 finden zwei wichtige internationale Konferenzen statt: Am 19. September 2016 berät die Generalversammlung der Vereinten Nationen über aktuelle Fluchtbewegungen. Am Tag danach – den 20. September – hat US-Präsident Barack Obama zu einer Geberkonferenz eingeladen, bei der Staaten u.a. konkrete Zusagen für die direkte Aufnahme von Flüchtlingen treffen sollen. Beide Konferenzen sind entscheidend für die Weiterentwicklung des globalen und europäischen Flüchtlingsschutz.

Deswegen sammelt Amnesty International bis September 2016 weltweit Unterschriften, um Staats- und Regierungschefs dazu aufzufordern, endlich sichere und legale Zugangswege für Flüchtlinge zu schaffen. Die Unterschriften werden im September gesammelt auf internationaler Ebene überreicht. In der Petition von Amnesty Deutschland richten wir uns an die Bundeskanzlerin und fordern, dass die Europäische Union und Deutschland ihren menschenrechtlichen Verpflichtungen nachkommen müssen: Jeder Mensch hat ein Recht darauf Asyl zu suchen.

Bitte setzen Sie sich für eine humane Flüchtlingspolitik ein und fordern Sie Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu auf, mehr sichere und legale Zugangswege für Flüchtlinge zu schaffen! Unterzeichnen Sie die Online-Petition: https://www.amnesty.de/sichere-zugangswege


Haftbefehl gegen Şebnem Korur FincancÄ und andere

Donnerstag den 30.06.2016

Anfang der Woche wurden Şebnem Korur Fincancı, Präsidentin der Menschenrechtsstiftung der Türkei und die Journalisten Erol Önderoğlu von Reporter ohne Grenzen und Ahmet Nesin verhaftet. Ihnen wird die Teilnahme an einer Kampagne gegen Repressionen und Ermittlungen gegen die kurdisch-türkische Tageszeitung Özgür Gündem vorgeworfen.

Die türkische Menschenrechtsstiftung ist langjähriger Kooperationspartner des Behandlungszentrums für Folteropfer e.V. und auch in Person von Şebnem Korur Fincancı persönlich eng mit dem Zentrum verbunden. Türkische Menschenrechtsaktivisten – Ärzte, Ingenieure und Anwälte – gründeten 1990 die private Menschenrechtsstiftung der Türkei, auch um den jahrzehntelangen Einsatz der türkischen Ärzteschaft für die Abschaffung der Folter und ihr Engagement bei der Behandlung von Folteropfern sichtbarer zu machen. Die Stiftung ist zudem Herausgeber des ersten medizinischen Bildatlasses der Folter in türkischer und englischer Sprache (ATLAS OF TORTURE – Use of Medical and Diagnostic Examination Results in Medical Assessment of Torture).

Die Türkische Menschenrechtsstiftung ist ebenso verbunden mit unserer Partnerorganisation in Kurdistan, der Jiyan Foundation for Human Rights. Erst vor wenigen Monaten waren Kollegen der Jiyan Foundation zu einem einwöchigen Lehrgang zum Istanbul-Protocol (Manual on the Effective Investigation and Documentation of Torture and Other Cruel, Inhuman or Degrading Treatment or Punishment)<http://www.ohchr.org/Documents/Publications/training8Rev1en.pdf>. Das Seminar wurde unter anderem von Şebnem Korur Fincancı angeleitet.

Das bzfo und die Jiyan Foundation sind extrem besorgt über diese Entwicklung und schließen sich vollumfänglich den Forderungen unseres Internationalen Dachverbands IRCT an den türkischen Präsidenten an:

  1.  Garantieren Sie unter allen Umständen die phyische und psychische Integrität von Prof. Dr. Şebnem Korur Fincancı, Mr. Erol Önderoğlu and Mr. Ahmet Nesin,
  2.  Lassen Sie sie unverzüglich und bedingungslos frei und lassen Sie alle Anklagepunkte gegen sie fallen, da ihre Verhaftung willkürlich geschah und nur auf die Unterdrückung der Meinungsfreiheit und ihrer Menschenrechts-Aktivitäten in Solidarität mit der Pressfreiheit abzielt.
  3.  Beenden Sie alle Bedrohungen und Einschüchterungen auch auf juristischem Weg gegen alle Menschenrechtsverteidiger/innen und Journalisten.
  4.  Beenden Sie den internationalen Verpflichtungen der Türkei folgend die Razzien gegen Menschenrechtsverteidiger/innen.
  5.  Erfüllen Sie alle Verpflichtungen der Deklaration der Vereinten Nationen zu Menschenrechtsverteidiger/innen.
  6.  Gewährleisten Sie unter allen Umständen den Respekt vor Menschenrechten und fundamentalen Freiheiten in Übereinstimmung mit internationalen Menschenrechtsstandards und Instrumenten, die durch die Türkei ratifiziert wurden.

Mittlerweile droht die Staatsanwaltschaft mit 14 Jahren Haft. Wir bitten Sie, wenn vorhanden, Ihre Kontakte und Einflussmöglichkeiten zu nutzen.