Aktuelles

Wie läuft die Anhörung ab?

Donnerstag den 12.01.2017

Der Infofilm “Asyl in Deutschland” informiert in 18 Sprachen über Schutzgründe und Abläufe bei der Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Deutschland.
Links zum Film: http://www.asylindeutschland.de und https://www.facebook.com/asylindeutschland/

Über diesen Film informiert nun ebenfalls ein Plakat (A1) in 18 Sprachen mit QR-Code, der direkt zum Film in der jeweiligen Landessprache führt.

Die Anhörung ist der wichtigste Moment im Asylverfahren. Auf ihrer Grundlage wird entschieden, wer Schutz in Deutschland erhält und wer nicht.

Flüchtlinge müssen wissen, was von ihnen in der Anhörung erwartet wird und welche Rechte sie haben.

Die Plakate sind daher kostenlos und portofrei erhältlich. Mit ihnen sollen noch mehr Menschen in Unterkünften und Beratungsstellen informiert werden.

Bestellungen bitte an info@asylindeutslchand.de


Reportage und Interview im MiGazin

Donnerstag den 12.01.2017

Die Onlinezeitschrift zu Migration in Deutschland “MiGazin” hat eine Reportage über die Arbeit des Psychosozialen Zentrums und ein Interview mit Karin Loos über die Herausforderungen dabei veröffentlicht.

zum Interview: http://www.migazin.de/2016/12/14/psychosoziales-zentrum-gefluechtete-karin-loos/

zur Reportage: http://www.migazin.de/2016/11/29/psychosoziales-zentrum-gefluechtete-nicht-kontrolle/


Vielen Dank an alle Spender

Mittwoch den 21.12.2016

Auch dieses Jahr wollen wir uns wieder bei allen Spendern bedanken. Sie haben es uns ermöglicht, dezentrale Angebote auch in Göttingen, Celle, Cuxhaven und Osnabrück zu schaffen. Lesen Sie unseren vollständigen Dankesbrief hier.


So schaffen wir das…

Mittwoch den 21.12.2016

… ist der Titel eines im Frühjahr erscheinenden Buches des transcript Verlags. Die HerausgeberInnen Werner Schiffauer, Anne Eilert und Marlene Rudloff berichten über 90 Projekte mit Geflüchteten. Eines davon ist ein Projekt des NTFN. Mehr zum Buch unter

http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-3829-5/so-schaffen-wir-das-eine-zivilgesellschaft-im-aufbruch


Abschiebungen nach Afghanistan unvereinbar mit Menschenrechten

Freitag den 16.12.2016

Die Ärzteorganisation IPPNW kritisiert die für heute geplante erste Sammelabschiebung von 50 afghanischen Flüchtlingen als unvereinbar mit der Achtung der Menschenrechte. Wir veröffentlichen hier die vollständige Pressemitteilung:

Laut Medienberichten sollen auch kranke Geflüchtete abgeschoben werden. Auf der Liste steht u.a. auch ein afghanischer Hindu aus Hamburg. Die Hindus sind eine in Afghanistan verfolgte Minderheit. Anfang Oktober 2016 hatten die EU und Deutschland im Zusammenhang mit einer Geberkonferenz mit Afghanistan eine Rücknahmevereinbarung geschlossen. Die Unterzeichnung des Abkommens durch die afghanische Regierung war Voraussetzung für neue Hilfszusagen. Dieses Abkommen widerspricht allen humanistischen und demokratischen europäischen Werten.

Die ÄrztInnen und PsychotherapeutInnen warnen aufgrund der schlechten Sicherheitslage und der schlechten medizinischen Versorgung vor den Gefahren für die Gesundheit und das Leben der Abgeschobenen. Insbesondere bei traumatisierten Menschen wird durch die Begegnung mit Krieg und Gewalt ein neues Trauma erzeugt, das zu einer lebensgefährlichen Verstärkung ihres Krankheitsprozesses führen kann. Kampfhandlungen, die Verletzung von Menschenrechten und die besondere Gefährdung von Frauen und Kindern werden von Seiten der deutschen Regierung ignoriert, um Afghanistan als sicheres Herkunftsland zu etikettieren. Das Grundgesetz fordert demgegenüber die individuelle Prüfung des Einzelfalls.

Die jüngsten Attacken der Taliban in Masar-i-Scharif und anderen nordafghanischen Städten haben gezeigt, wie schnell als sicher eingestufte Regionen über Nacht zu hochgefährlichen werden können. Laut der aktuellen Antwort der Bundesregierung auf eine Große Anfrage der Fraktion Die Linken zum „Krieg gegen den Terror“ galten Ende 2015 nur 14 von 123 Distrikten der neun Nordprovinzen als „kontrollierbar“. Nach Angaben von Pro Asyl gab es im ersten Halbjahr 2016 über 1.600 Tote und mehr als 3.500 Verletzte unter der afghanischen Zivilbevölkerung.

“Noch herrscht im Land Krieg. In diese Kriegssituation werden Menschen in die völlige Unsicherheit und Ungewissheit geschickt. Es werden menschenunwürdige Lebensumstände, Hunger und Tod der Deportierten in Kauf genommen. Das ist Unrecht und verstößt gegen alle internationalen Vereinbarungen für Geflüchtete,” erklärt der IPPNW-Arzt Ernst-Ludwig Iskenius.

Die IPPNW begrüßt, dass sich sechs Bundesländer (Brandenburg, Bremen, Berlin, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Schleswig-Holstein) gegen die Pläne  der Bundesregierung gestellt haben und appelliert an die übrigen Bundesländer, sich nicht an Abschiebungen nach Afghanistan zu beteiligen.

Den Offenen Brief der IPPNW an die Bundeskanzlerin sowie die Innen-, Verteidigungs- und Außenminister finden Sie unter

http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/Offener_Brief__Bundesregierung_Afghanistan.pdf

Hier können Sie die Empfehlungen für heilberuflich Tätige in Abschiebesituationen herunterladen

https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Soziale_Verantwortung/IPPNW-Empfehlung_Abschiebung.pdf

Kontakt: Angelika Wilmen, Pressesprecherin Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung, Tel. 030 / 698074 -15, Email: wilmen@ippnw.dewww.ippnw.de