Aktuelles

14. After Work-Gespräch am 9. März 2017

Freitag den 17.02.2017

Am Donnerstag, den 9. März, 18.00h – 19.30h im psychosozialen Zentrum für traumatisierte Flüchtlinge, Marienstraße 28, 30171 Hannover, laden wir zum 14. After Work-Gespräch ein:

Methoden grenzüberschreitender digitaler Verfolgung
– und was man dagegen tun kann –

Mitschnitt des Besuchs einer Webseite

Mitschnitt des Besuchs einer Webseite

Viele Menschen fliehen vor Verfolgung in andere Länder, auch nach Europa.  Die Methoden (politischer) Verfolgung werden aber zunehmend digitaler und damit grenzüberschreitender. Wie hängen Massen- und gezielte Überwachung dabei zusammen? In welchen Ländern ist das Internet stark zensiert und überwacht? Mit welchen Methoden können Menschen gezielt verfolgt werden? Und was kann man dagegen tun?
 
Unser Referent, Dr. Marco Kühnel, ist bei Amnesty International Experte für das Thema ‘Menschenrechte im Digitalen Zeitalter’ und IT-Beauftragter beim NTFN.

Wir freuen uns auf einen interessanten Abend. Es gibt Getränke und Brot.

Eine Anmeldung per E-Mail (m.kretzschmar@ntfn.de) erleichtert uns die Planung.


Schwachstellen d​er Versorgung: Daten​ zur psychosozialen ​Unterstützung von Flüchtlingen

Montag den 13.02.2017

die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. hat gestern ihren neuen Bericht zur Versorgungssituation von Flüchtlingen und Folteropfern veröffentlicht. Der Versorgungsbericht stellt vor, inwieweit es für Flüchtlinge, die mit psychischen Belastungen kämpfen, in Deutschland Behandlungsangebote gibt und wie viele Flüchtlinge tatsächlich behandelt werden können. Der Bericht fasst Befunde zum Versorgungsbedarf traumatisierter Flüchtlinge zusammen und legt dar, welche Versorgungs- und Gesundheitsleistungen Flüchtlingen nach Vorgaben internationaler Konventionen und EU-Richtlinien zustehen.

So wurden im Jahr 2015 in den in der BAfF vernetzten 32 Psychosozialen Zentren 14.109 KlientInnen betreut, davon erhielten 82 Prozent Beratungen (11.571) und 36 Prozent eine Psychotherapie (5.147 Personen). Doch dies stellt umgerechnet nur einen Anteil von lediglich fünf Prozent der psychisch erkrankten Flüchtlinge dar, wenn man nach Studienlage davon ausgeht, dass etwa 40 Prozent der Flüchtlinge in Deutschland unter Traumafolgestörungen leiden (=379.848). Selbst wenn nur ein Drittel der erkrankten Personen auch tatsächlich eine Behandlung wahrnehmen wollen würde, dann bliebe für das Jahr 2015 ein Anteil von 85 Prozent, auf den nicht im Umfeld der Psychosozialen Zentren reagiert werden konnte. Entsprechend mussten die Psychosozialen Zentren auch 2015 sehr viele Menschen ablehnen, die bei ihnen um Unterstützung baten.

Dieser Situation kann nur durch einen Ausbau der Behandlungskapazitäten innerhalb und außerhalb der Psychosozialen Zentren begegnet werden. Niedergelassene PsychotherapeutInnen müssen Möglichkeiten erhalten, sich unbürokratisch an der Versorgung von Geflüchteten zu beteiligen, die Psychosozialen Zentren als Hauptakteure in diesem Feld müssen in ihren Strukturen und Ressourcen gestärkt werden.

Der Versorgungsbericht ist unter
http://www.baff-zentren.org/news/neuer-versorgungsbericht-zur-psychosozialen-versorgung-von-fluechtlingen-in-deutschland/
abrufbar.

Die Pressemitteilung mit einer Kurzzusammenfassung der Ergebnisse finden Sie
hier.


Abschiebungen von traumatisierten Flüchtlingen: Handreichung für heilberuflich Tätige

Dienstag den 17.01.2017
IPPNW hat “Empfehlungen für Ärzte, Psychotherapeuten, Pfleger und Schwestern
bei drohender Abschiebung psychisch Kranker herausgegeben.

Zu finden sind diese auch auf der Homepage der Bundestherapeutenkammer. 

http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/wenn-abschie.html.


Wie läuft die Anhörung ab?

Donnerstag den 12.01.2017

Der Infofilm “Asyl in Deutschland” informiert in 18 Sprachen über Schutzgründe und Abläufe bei der Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Deutschland.
Links zum Film: http://www.asylindeutschland.de und https://www.facebook.com/asylindeutschland/

Über diesen Film informiert nun ebenfalls ein Plakat (A1) in 18 Sprachen mit QR-Code, der direkt zum Film in der jeweiligen Landessprache führt.

Die Anhörung ist der wichtigste Moment im Asylverfahren. Auf ihrer Grundlage wird entschieden, wer Schutz in Deutschland erhält und wer nicht.

Flüchtlinge müssen wissen, was von ihnen in der Anhörung erwartet wird und welche Rechte sie haben.

Die Plakate sind daher kostenlos und portofrei erhältlich. Mit ihnen sollen noch mehr Menschen in Unterkünften und Beratungsstellen informiert werden.

Bestellungen bitte an info@asylindeutslchand.de


Reportage und Interview im MiGazin

Donnerstag den 12.01.2017

Die Onlinezeitschrift zu Migration in Deutschland “MiGazin” hat eine Reportage über die Arbeit des Psychosozialen Zentrums und ein Interview mit Karin Loos über die Herausforderungen dabei veröffentlicht.

zum Interview: http://www.migazin.de/2016/12/14/psychosoziales-zentrum-gefluechtete-karin-loos/

zur Reportage: http://www.migazin.de/2016/11/29/psychosoziales-zentrum-gefluechtete-nicht-kontrolle/