Aktuelles

Appell unseres Dachverbands: Gesundheitsversorgung sicherstellen! Lager auflösen! Menschen und ihre Rechte schützen!

Donnerstag den 26.03.2020

Der Dachverband der Psychosozialen Zentren in Deutschland (BAfF e.V.) hat sich dem Appell von We’ll Come United, den Landesflüchtlingsräten sowie den bundesweiten Medibüros/Medinetze angeschlossen.

Während Bundes- und Landesregierungen in nahezu allen Lebensbereichen strikte Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung der COVID-19-Epidemie ergreifen, werden Geflüchtete in den Lagern (Aufnahmeeinrichtungen, Gemeinschaftsunterkünften, sogenannten Ankerzentren) und in der Abschiebehaft sowie Illegalisierte und Menschen ohne Krankenversicherungsschutz nur unzureichend geschützt. Aufgrund der engen Belegung und der meist gemeinschaftlichen Nutzung von Bädern, Küchen und anderen Flächen sind die in den Sammelunterkünften untergebrachten Menschen besonders gefährdet, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren. Gleichzeitig haben sie aufgrund mangelnder Informationen, geringerer finanzieller Mittel und oft fehlender sozialer Netzwerke nur wenig Möglichkeit, sich an die gegenwärtige Situation anzupassen.

We’ll Come United, die Landesflüchtlingsräte, die bundesweiten Medibüros/Medinetze und viele weitere Organisationen und Initiativen appellieren an die Bundes- und Landesregierungen, dem dynamischen Epidemiegeschehen sofort zu begegnen, Gesundheitsversorgung für alle zu garantieren und einen Leerzug der Massenunterkünfte zu veranlassen. Geflüchtete, die den Risikogruppen angehören, müssen unverzüglich einen adäquaten Schutzraum und angemessene Versorgung erhalten – zum Schutz der Einzelnen und zum Schutz aller Menschen in dieser Gesellschaft.

(Auszug aus dem Appell)

Den vollständigen Text können Sie hier lesen.


#LeaveNoOneBehind: Corona-Katastrophe verhindern – auch an den Außengrenzen!

Donnerstag den 19.03.2020

Angesichts der großen Herausforderung, die wir zu bewältigen haben, braucht es viele Zeichen der Solidarität. Kleinstaaterei oder Egoismus werden uns nicht den Weg weisen. Besonders hart wird das Corona-Virus diejenigen treffen, die es ohnehin schon schwer haben. Dazu zählen auch die Geflüchteten an unserer Außengrenze und Obdachlose, Alte, Kranke. (…)

Deswegen fordern wir jetzt von EU-Kommission und den EU-Regierungen:

– Evakuierung der überfüllten Flüchtlingslager und Unterbringung an Orten, in denen sie vor dem Virus geschützt sind. Wir haben Platz für Menschlichkeit

– notwendige Quarantäne- und Schutzmaßnahmen vor Corona sollten überall umgesetzt werden um eine exponentielle Ausbreitung des Virus zu verhindern. Auch in Flüchtlingslagern

– Zugang zu medizinischer Versorgung für Obdachlose, Geflüchtete und alle anderen so gut es geht

– humanitäre und finanzielle Unterstützung der besonders betroffenen Gebiete, insbesondere Griechenland, durch eine europäische Kraftanstrengung

– Zugang zu Asylverfahren und Durchsetzung von Rechtsstaatlichkeit – besonders in Krisenzeiten
.

(Auszug aus der change.it-Petition: #LeaveNoOneBehind: Jetzt die Corona-Katastrophe verhindern – auch an den Außengrenzen!)

Wenn Sie die Petition unterstützen möchten, unterschreiben Sie hier


Beratungsstellen nur telefonisch erreichbar

Freitag den 13.03.2020

Um das Ansteckungsrisiko mit COVID 19 für alle zu minimieren, finden in den Psychosozialen Zentren des NTFN bis vorerst 19.04.2020 keine persönlichen Gespräche oder Sprechstunden statt.

Wir bieten telefonische psychologische und psychosoziale Beratungsgespräche an,
auf Arabisch/عربي, Farsi/فارسی, Französisch/Français, Kurdisch/Kurdî, Russisch/русский, Spanisch/Español sowie Deutsch und Englisch.

Sie erreichen eine arabisch sprechende Mitarbeiterin oder Mitarbeiter:
dienstags von 14-17 Uhr:
Tel: 0157-33373687 oder Tel.: 0157-31612018
donnerstags  von 16-18 Uhr:
Tel: 0157-33373687 oder Tel.: 0157-31612018 oder Tel.: 0152-03628448

19.4.20  من أجل تقليل خطر الإصابة بمرض ال (كورونا) فإن المركز النفسي والاجتماعي، سيكون مغلقا لغايه يوم
لذا لا توجد محادثات يومية او شخصية.
نقدم لكم استشارات هاتفية.
يمكنكم الاتصال هاتفيا إلى الموظف او الموظفة التي تتحدث العربية.
ايام الثلاثاء من الساعه 14 الى17
تحت هذا الرقم….015733373687, 015731612018
أو ايام الخميس من الساعه 16 إلى 18
تحت هذا الرقم 015731612018, 015733373687, 015203628448

Sie erreichen eine farsi sprechende Mitarbeiterin:
montags + mittwochs von 9-11 Uhr:
Tel.: 0157-33373686 oder Tel.: 0157-33373688

شما می توانید با مشاوران فارسی زبان دسترسی داشته باشید
 دوشنبه ها از ساعت ۹ تا ۱۱تلفن
 چهارشنبه ها از ساعت ۹ تا ۱۱ تلفن
0157-33373686 ,0157-33373688 :تلفن

Sie erreichen eine französisch sprachige Mitarbeiterin:
dienstags von 14-16 Uhr:
Tel.: 0151-50454958 oder Tel.: 0157-33373455

Afin de réduire les risques de propagation du Coronavirus COVID 19, les entretiens personnels ainsi que les consultations n’auront pas lieu, dans un premier temps, jusqu’au 19.04.2020. Nous proposons des consultations psychologiques et psychosociales par téléphone: Vous pouvez joindre un interlocuteur francophone les mardis de 14 à 16h en composant le numéro suivant: Tel.: 0151-50454958 ou Tel.: 0157-33373455

Sie erreichen einen kurdisch sprechenden Mitarbeiter:
mittwochs von 12-14 Uhr:
Tel.: 0511-802020

Ji bo kêmkirina rîska enfeksiyonê ya bi COVID 19-ê re ji bo herkesî re, heya 19ê Nîsana 2020-an, dê di navendên derûnî yên NTFN-ê de hevdîtinên kesane an şêwirmendî pêk neyên.
Em bi têlefonê şêwirmendiya derûnî û psîkolojîk pêşkêş dikin:
Hûn dikarin bigihîjin karmendek ku bi zimanê Kurdî diaxive:
çarşem ji saet  12 – 14, Tel.: 0511-802020.

Sie erreichen einen russisch sprechenden Mitarbeiter:
dienstags + freitags von 12-14 Uhr:
Tel.: 0151-70374895 oder Tel.: 0157-31612018

Чтобы свести к минимуму риск заражения COVID 19 для всех, до 19 апреля 2020 года в психосоциальных центрах NTFN не будет проводиться никаких личных интервью или часов личнoй консультаций. Предлагаем телефонные консультации: Вы можете связаться с русскоговорящим сотрудником: во вторник и пятницу с 12 до 14 часов под номером 0151-70374895, 0157-31612018 

Sie erreichen eine spanisch sprechende Mitarbeiterin:
montags von 10-13 Uhr:
Tel.: 0157-33373062 oder Tel.: 0157-33373455
donnerstags von 14-16 Uhr:
Tel.: 0157-33373062

Con el fin de minimizar para todos el riesgo de infección por COVID 19, no se llevarán a cabo charlas o consultas personales en los centros psicosociales de la NTFN hasta el 19.04.2020. Ofrecemos asesoria psicológica y psicosocial por teléfono: Puede contactar con un/a asesor/a en idioma español: los lunes de 10 a 13 horas y los jueves de 14 a 16 horas, en los siguientes números de teléfono: 0157-33373062 o 0157-33373455 (los lunes), 0157-33373062 (los jueves).

***

Weitere telefonische Gesprächstermine nach Vereinbarung.

Deutsch und englisch sprechende MitarbeiterInnen erreichen Sie zu den bekannten Zeiten Ihres Psychosozialen Zentrums (Braunschweig, Bremerhaven/Cuxhaven, Göttingen, Hannover, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück).
Sie können uns gerne auch Mails schreiben.

Wir wünschen Allen Gesundheit und bleiben weiter für Sie erreichbar.
Ihr NTFN

German and English speaking staff can be contacted at the former times of your closest psychosocial center (Braunschweig, Bremerhaven/Cuxhaven, Göttingen, Hannover, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück).
You can also write us an E-Mail.

We wish you all the best and we will still be reachable for you.
Yours sincerely, NTFN


Pressemitteilung: NTFN e.V. fordert sofortige Aufnahme von Geflüchteten aus Griechenland und dem griechisch-türkischen Grenzgebiet

Donnerstag den 5.03.2020

Das Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen (NTFN) spricht sich für die sofortige Aufnahme von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten aus den überfüllten griechischen Lagern aus. Das erklärte der Verein bei einem Treffen mit der Nds. Sozialministerin Dr. Carola Reimann am heutigen Donnerstag. Insbesondere Kinder und Jugendliche leiden unter den miserablen Zuständen in den Camps und an der griechisch-türkischen Grenze. Im Gespräch mit der Ministerin erläuterte der Verein bestehende Versorgungsmöglichkeiten und versprach Unterstützung, sollte es ein Landesaufnahmeprogramm in Niedersachsen geben.

Auch Sozialministerin Dr. Carola Reimann unterstützt das Vorhaben und die Arbeit des NTFN e.V.:  „Kinder und Jugendliche leiden unter den Folgen von Flucht und Vertreibung am meisten. Deshalb bin ich froh, dass wir mit dem Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen Strukturen haben, die diesen besonders traumatisierten jungen Menschen helfen und ihnen Wege in ein selbstbestimmtes Leben in unserer Gesellschaft ebnen können. Vor diesem Hintergrund wäre die Aufnahme einer Gruppe von geflüchteten Kindern und Jugendlichen von den griechischen Inseln in Niedersachsen gut zu bewältigen und ein notwendiger Akt der Menschlichkeit.“

Aus Sicht der Fachkräfte ist eine Aufnahme allein schon aus gesundheitlicher Sicht notwendig. Je länger die katastrophalen Zustände andauern, in denen die Betroffen leben müssen, umso stärkeren Schaden können sie hinterlassen.
„Das ist fatal für die Betroffenen, aber auch fatal für unsere Gesellschaft. Integration gestaltet sich schwer, wenn man schwerst traumatisiert ist“, so die Geschäftsführerin des NTFN e.V., Karin Loos.

Der NTFN e.V. sieht sich gut aufgestellt, sollte die Forderung nach einem Sonderkontingent für unbegleitete Minderjährige erfolgreich sein. Mit Unterstützung des Nds. Sozialministeriums wurde im vergangenen Jahr das Angebot für traumatisierte und psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche ausgebaut. An vier Standorten in Niedersachsen (Braunschweig, Göttingen, Hannover, Osnabrück) können Kinder und Jugendliche spezielle Sprechstunden bei einem Therapeuten oder einer Therapeutin aufsuchen, bei Bedarf mit Unterstützung durch Dolmetschende. Auch die Vermittlung in eine langfristige Therapie oder die Teilnahme an therapeutischen Gruppen ist möglich.

Konzentrationsschwierigkeiten, Wutausbrüche, aber auch Rückzug und Apathie können bei Kindern mit Fluchterfahrung auf eine Traumatisierung hindeuten – auch um solches Verhalten richtig einordnen zu können, wurde das sogenannte Flüchtlingskindertelefon für Ehrenamtliche sowie pädagogische Fachkräften eingerichtet (mit Unterstützung von nifbe). Insbesondere Schulen und Kitas, in denen auffälliges Verhalten häufig als erstes deutlich wird, machen von dem Angebot Gebrauch.

Bereits 2017 hatte das Land über ein Sonderprogramm traumatisierte jezidische Frauen und Kinder aus dem Nordirak nach Niedersachsen geholt. Dass ein solches Programm drängender denn je ist, zeigt die jüngst verschärfte Lage an der griechisch-türkischen Grenze und in Idlib.

„Wir haben die nötige Struktur und Erfahrung, um zu helfen“, sagt NTFN-Geschäftsführerin Loos. Der Ruf nach einem Sonderprogramm erfährt indes eine immer breitere gesellschaftliche Unterstützung. Zuletzt hatte auch die Kommission zu Fragen der Migration und Teilhabe die Landesregierung aufgefordert, besonders schutzbedürftige Geflüchtete aus den griechischen Inseln in Niedersachsen aufzunehmen.

Der NTFN e.V. setzt sich seit 2007 für die psychosoziale Beratung und Behandlung von Geflüchteten ein. Es wird u.a. durch das Nds. Sozialministerium, aber auch durch Spenden finanziert.

(Hannover, 5. März 2020)


One Billion Rising – weltweite Protestaktion am 14. Februar 2020, in Hannover und vielen weiteren nds. Städten

Dienstag den 4.02.2020

Der NTFN e.V. unterstützt die weltweite Protestaktion “One Billion Rising” für ein Ende der Gewalt an Frauen.

Die Protestaktion in der Landeshauptstadt Hannover findet am 14. Februar um 15 Uhr am Kröpcke statt. Den Aufruf finden Sie hier.

Auch in vielen weiteren niedersächsischen Städten sind Veranstaltungen geplant, u.a. in Oldenburg, Walsrode, Vechta, Rotenburg (Wümme), Aurich und weiteren. Eine vollständige Übersicht findet sich auf der Homepage von One Billion Rising