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refuKey: Bessere Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge, auch in der Fläche

Freitag den 23.02.2018
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Die Beteiligten des Göttinger Kompetenzzentrums, v.l.n.r.: Armin Wühle (refuKey-Mitarbeiter), PD Dr. Iris Tatjana Graef-Calliess (DGPPN), Dr. Ibrahim Özkan (DGPPN), Anahita Seyed Vossoughi (refuKey-Mitarbeiterin), Daniela Finkelstein (NTFN), Amira Sultan (refuKey-Mitarbeiterin), Karin Loos (Geschäftsführerin NTFN), PD Dr. Knut Schnell (Ärztlicher Direktor, Asklepios Fachklinikum Göttingen), Dr. med. Gisela Penteker (Vorstand NTFN), Melanie Weyerstall (Oberärztin, Asklepios Fachklinikum Göttingen).

Um die Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen zu verbessern, wurden in Niedersachsen flächendeckend Kompetenzzentren gebildet, in denen Kliniken und auf Flüchtlinge spezialisierte Einrichtungen eng zusammenarbeiten. Mit diesem neuen Behandlungsansatz gehört das Bundesland zu den Vorreitern in der Versorgung geflüchteter Patient/innen. Das vom Nds. Sozialministerium geförderte Pilotprojekt hat auch in Göttingen seine Arbeit aufgenommen.

Flüchtlinge leiden häufig unter den traumatischen Erfahrungen, die sie in ihren Herkunftsländern und auf der Flucht machen mussten. Hilfe finden sie in Psychosozialen Zentren (PSZ), die sich auf die Behandlung von Flüchtlingen und Folteropfern spezialisiert haben, oder in psychiatrischen Kliniken der Regel- versorgung. Mit dem Projekt „refuKey“ wird erstmals eine strukturierte Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Zugängen etabliert. In Göttingen wurde mit dem Asklepios Fachklinikum ein geeigneter Partner für die Umsetzung gefunden. Durch den Schwerpunkt Migration und Kulturen in der dortigen Instituts- ambulanz besteht eine langjährige Erfahrung mit der Zielgruppe. Zusammen mit dem PSZ Göttingen, das vom Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen e.V. (NTFN) betrieben wird, bildet das Fachklinikum eines von landesweit vier „Kooperativen Kompetenzzentren“ – mit diesem abgestuften und bedürfnisorientierten Behandlungsansatz geht Niedersachsen neue Weg. Dazu der Geschäftsführer des Asklepios Fachklinikums Göttingen Manfred Huppertz: „Wir erwarten eine nachhaltige Therapie- verbesserung für psychisch kranke Flüchtlinge, insbesondere durch die Verzahnung von fachlich- medizinischer und sozialer Betreuung“.

Da es für Flüchtlinge im ländlichen Raum noch schwieriger ist, geeignete Hilfe in Anspruch zu nehmen, wurden die refuKey-Standorte in verschiedenen Regionen Niedersachsens eröffnet. Ziel ist eine flächendeckende und zeitnahe Versorgung der Menschen. „Die Hürden für Flüchtlinge im Gesundheitssystem sind jedoch vielfältig, etwa die Finanzierung der Arbeit von Dolmetschern oder Psychotherapien. Psychische Erkrankungen sind darüber hinaus in vielen Kulturen tabuisiert“, so Dr. med. Gisela Penteker, eine der refuKey-Projektleiter/innen. Um diese Hürden abzubauen, werden den Kliniken Fachkräfte zur Verfügung gestellt – diese fungieren sozusagen als „Hebammen“ für die regionale Ver- netzung und die Arbeit mit Geflüchteten in der Klinik. Im Asklepios Fachklinikum Göttingen sind hierfür zwei Psychologinnen angestellt. Zusammen mit den vier Fachkräften des PSZ Göttingen sind die Stadt und die umliegenden Regionen (darunter die Landkreise Goslar, Holzminden u. Northeim) nun gut aufgestellt.

Das vom Niedersächsischen Sozialministerium geförderte Projekt wird vom Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen e.V. (NTFN) und der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) umgesetzt.

Hier finden Sie die vollständige Pressmitteilung als PDF.


Kooperationszentrum von refuKey in Göttingen

Freitag den 16.02.2018
Die Beteiligten des Göttinger Kompetenzzentrums, v.l.n.r.: Armin Wühle (refuKey-Mitarbeiter), PD Dr. Iris Tatjana Graef-Calliess (DGPPN), Dipl. Psych. Ibrahim Özkan (DGPPN), Anahita Seyed Vossoughi (refuKey-Mitarbeiterin), Daniela Finkelstein (NTFN), Amira Sultan (refuKey-Mitarbeiterin), Dipl. Soz.päd. Karin Loos (Geschäftsführerin NTFN), PD Dr. Knut Schnell (Ärztlicher Direktor, Asklepios Fachklinikum Göttingen), Dr. med. Gisela Penteker (Vorstand NTFN), Melanie Weyerstall (Oberärztin, Asklepios Fachklinikum Göttingen).

Die Beteiligten des Göttinger Kompetenzzentrums, v.l.n.r.: Armin Wühle (refuKey-Mitarbeiter), PD Dr. Iris Tatjana Graef-Calliess (DGPPN), Dipl. Psych. Ibrahim Özkan (DGPPN), Anahita Seyed Vossoughi (refuKey-Mitarbeiterin), Daniela Finkelstein (NTFN), Amira Sultan (refuKey-Mitarbeiterin), Dipl. Soz.päd. Karin Loos (Geschäftsführerin NTFN), PD Dr. Knut Schnell (Ärztlicher Direktor, Asklepios Fachklinikum Göttingen), Dr. med. Gisela Penteker (Vorstand NTFN), Melanie Weyerstall (Oberärztin, Asklepios Fachklinikum Göttingen).

Das Kompetenzzentrum für seelische Gesundheit von Flüchtlingen bestehend aus refuKey – Projektmitarbeitern in der Asklepios-Klinik Göttingen und dem PSZ in Göttingen ist am Start. Am 2. Februar haben die Mitarbeiterinnen Daniela Finkelstein (Leiterin PSZ Göttingen), Amira Sultan und Anahita Vossoughi das Konzept im Rahmen einer Klinikkonferrenz präsentiert.

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Für den Fortbestand des Zugangs zum individuellen Asyslrecht in Europa

Montag den 29.01.2018

Unter diesem Titel haben zahlreiche Verbände und NGOs eine Stellungnahme zu aktuellen Vorschlägen zur Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) veröffentlicht, datunter auch die BAfF.

Aus der Pressemitteilung: ‘Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren  für Flüchtlinge undFolteropfer (BAfF e.V.) und zahlreiche Verbände und NGOs sind in großer Sorge um denFortbestand des individuellen Asylrechts in der EU. Gemeinsam kritisieren wir die geplante Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS), die derzeit auf EU-Ebeneverhandelt wird und fordern: Die geltenden völkerrechtlichen, menschenrechtlichen und europarechtlichen Standards müssen erhalten bleiben. Menschen, die vor Krieg, Terror und Verfolgung fliehen, brauchen Schutz – auch in Europa. Die aktuellen Bemühungen zur Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems dürfen nicht zu einer Auslagerung des Flüchtlingsschutzes in die ohnehin schon überbelasteten Krisen‐ und Transitstaaten führen. “Von den weitreichenden Maßnahmen werden auch besonders schutzbedürftige Asylsuchende hart getroffen“, kritisiert Elise Bittenbinder, Vorsitzende der BAfF. „Zu dieser Gruppe zählen auch traumatisierte und kranke Flüchtlinge.”‘

Zum Download finden Sie hier


Restplätze verfügbar: Curriculum “Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen”

Montag den 29.01.2018

Für die Veranstaltungen am 17./18. Februar sowie 28./29.4. in Berlin sind noch Plätze verfügbar, Genaueres zu Inhalt und Anmeldung entnehmen Sie bitte dem Flyer.


Menschenrecht auf Familienzusammenführung

Montag den 22.01.2018

Niedersächsische Initiativen, Organisationen, Flüchtlingsberater_innen, Unterstützer_innen und Geflüchtete sind empört über die unmenschliche Politik, die den Nachzug von Familienangehörigen zu Schutzberechtigten in Deutschland verhindert. Auch das NTFN hat den nachfolgenden Appell zur Familenzusammenführung unterzeichnet.

Der Schutz der Familie ist ein Grundrecht, das auch für Geflüchtete gilt. Wir fordern von der Bundesregierung die Einhaltung von Menschenrechten, die im Grundgesetz und in internationalen Abkommen wie der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und
der UN-Kinderrechtskonvention verbürgt sind.

Die Unterzeichner_innen stellen sich ausdrücklich hinter die Forderungen, die ProAsyl in einer Petition an den deutschen Bundestag stellt:

Hier finden Sie