After Work-Gespräch zu Afghanistan am 19.9.19 im PSZ Hannover

Wir laden Sie herzlich zu unserem dritten After Work-Gespräch des Jahres:

Afghanistan – ein durch internationale humanitäre Interventionen stabilisierter Gewaltmarkt 
mit Tillmann Schmalzried (Amnesty International)

am Donnerstag, den 19.9.2019 um 18.00 Uhr
im PSZ Hannover (Marienstraße 28, 30171 Hannover)

Als 1978 durch einen Putsch pro-sowjetische Kräfte die Regierung übernehmen, ist binnen weniger Jahre ein Drittel der afghanischen Bevölkerung auf der Flucht. Mit Ausnahme einer Erholungspause nach 2001, als viele Flüchtlinge in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft nach Afghanistan zurückkehrten, hat sich daran nichts geändert. Laut UNHCR steht Afghanistan wieder an Nr. 2 der Hauptherkunftsländer von Flüchtlingen.
Der Afghanistan-Experte Tillmann Schmalzried stellt der üblichen Betrachtungsweise, nach dem in Afghanistan ein schwelender Bürgerkrieg zwischen regierungsfreundlichen und regierungsfeindlichen Gruppen herrsche, ein anderes entgegen. Er beschreibt Afghanistan als einen Gewaltmarkt, der im Hintergrund des Afghanistan-Kriegs der 80er Jahre mit ausländischer Unterstützung aufgebaut wurde und sich den im Krieg geschaffenen Bedingungen angepasst hat. Die Tatsache, dass man angesichts fehlender Mittel die Konfliktstrukturen nicht mehr beseitigen, sondern nur noch stabilisieren wolle, ließen die Chancen auf Konfliktlösungen weiter sinken.

Seit 1980 ist Tillmann Schmalzried Mitglied der deutschen Sektion von Amnesty International. Zwischen 2003 und 2011 war er als Afghanistan-Experte der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) tätig, seit 2007 als Referent in deren Bundesbüro. Er ist Leiter der Afghanistan-Länderkoordinationsgruppe von Amnesty International.

Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Der Eintritt ist frei. Für einen kleinen Imbiss ist gesorgt.

Die Einladung finden Sie hier