Aktuelles

Nächster Termin: Mittwoch, 5. Juli 2017


Stellenausschreibung SozialpädagogIn

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt für unser Beratungs- und Behandlungszentrum für psychisch belastete, traumatisierte Flüchtlinge in Hannover, eine/n

SozialpädagogIn

Aufgaben:

  • dolmetschergestützte psychosoziale Beratung und Einzelfallhilfen
  • aufsuchende Beratung und ambulant betreutes Wohnen für psychisch kranke Flüchtlinge in der Region Hannover
  • Vermittlung in die psychiatrisch/psychotherapeutische Regelversorgung
  • Mitarbeit in Netzwerken, Arbeitsgruppen und Öffentlichkeitsarbeit

Wir erwarten:

  • Einfühlungsvermögen in die spezielle Erfahrungswelt und Lebenssituation von Flüchtlingen
  • Selbständiges Arbeiten
  • gute Kenntnisse in Office-Programmen
  • Bereitschaft zu mobilen Beratungsangeboten auch außerhalb Hannovers
  • gute Kenntnisse oder Interesse an der Einarbeitung in asylrechtliche Fragestellungen

Wir bieten:

  • ein interessantes und vielschichtiges Aufgabenfeld
  • flexible Arbeitszeitmodelle
  • Vergütung nach TVÖD 10, Eingangsstufe

Die Stelle ist zunächst für 1 Jahr befristet.

Wir wünschen uns eine fachlich versierte Person, die engagiert ist, über Kreativität und Beharrlichkeit verfügt, an Menschenrechtsfragen interessiert und zur Mitarbeit in einem interkulturellen und interdisziplinären Team bereit ist. Wir freuen uns besonders über die Bewerbung von Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrung.

Wir freuen uns über Ihre aussagekräftige Bewerbung bis zum 5. Juli 2017 an k.loos@ntfn.de

NTFN ist Partner der RE@FU-Studie

Freitag den 23.06.2017

An der Hochschule Emden/Leer wurde ein neues Forschungsprojekt zu Traumatisierung gestartet. Die Fragestellung ist, warum manche Menschen auf Stress und seelische Belastungen stärker reagieren als andere. Dazu werden Befragungen von Menschen mit Fluchterfahrung und der Wohnbevölkerung durchgeführt und ausgewertet. Das NTFN ist über  Karin Loos als Partner an der Studie beteiligt.

Link zum Projekt: http://www.hs-emden-leer.de/forschung-transfer/projekte/refu/aktuelles-zur-refu-studie.html


Was hilft? Wege aus der Isolation

Dienstag den 6.06.2017

Wie sollte der Weg der psychotherapeutischen Behandlung gestaltet sein damit Überlebende schwerer Gewalterfahrungen einen „Boden unter den Füßen“ zurückbekommen? Wie kann ein Gefühl der Kontrolle und des Vertrauens hergestellt werden? Wie kann es gelingen, trotz der Erlebnisse von Gewalt, Flucht und schwierigen Situationen im Exil ein neues Leben in Sicherheit und Würde aufzubauen? Erste Antworten aus Perpektive der Geflüchteten in Behandlung sind in diesem BAfF-Bericht gesammelt worden. Die konkreten Einzelfälle geben Einblicke in die Therapien und wie diese an den komplexen Bedürfnissen der Überlebenden ansetzen.

Die Broschüre kann unter folgendem externen Link heruntergeladen werden: http://www.baff-zentren.org/wp-content/uploads/2008/05/BAfF_Was-hilft.pdf


Türkei: Prozessbericht

Donnerstag den 11.05.2017

Im Auftrag des IPPNW und in Absprache mit der Bundesärztekammer hat Dr. Ernst-Ludwig Iskenius die Verhandlung gegen den Arzt Dr. Serdar Küni am 24. April in Sirnak im Südosten der Türkei verfolgt. Dr. Küni wurde zu vier Jahren und zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Ihm wird angelastet, vermeintliche kurdische Kämpfer medizinisch behandelt haben. Lesen Sie dazu den Prozessbericht. Für Rückfragen steht Dr. Iskenius gern zur Verfügung (E-Mail: iskenius@ippnw.de).


Freiheit für Gabriele del Grande

Montag den 24.04.2017

Aktualisierung: Am Montag, 24. April, hat der italienische Innenminister erfahren, dass Gabriele del Grande freigelassen wurde. Er kehrt nach Italien zurück.

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen hat folgende Nachricht zum Journalisten Gabriele del Grande als Pressemitteilung veröffentlicht:

Der italienische Journalist Gabriele del Grande, der am  10. April 2017 nahe der syrischen Grenze in der türkischen Provinz Hatay festgenommen wurde (siehe Presseerklärung vom 13.4.), ist gestern aus Protest gegen seine fortgesetzte Inhaftierung in der Türkei in den Hungerstreik getreten.

Der aus Lucca in der Toskana stammende Del Grande ist auch als Internetblogger, Autor und Menschenrechtsaktivist tätig. Sein Blog Fortress Europa befasst sich mit der Flüchtlingstragödie im Mittelmeer. Er war auch als Koautor und Koregisseur am halbdokumentarischen Film „Io sto con la sposa“ (An der Seite der Braut) über syrische und palästinensische Flüchtlinge beteiligt, der 2014 beim Internationalen Filmfestival von Venedig und später auch in Deutschland gezeigt wurde, u.a. in Hannover und Lüneburg.

Nachfolgend dokumentieren wir eine übersetzte Facebook-Mitteilung von Alexandra D’Onofrio (Partnerin von Gabriele) von gestern Nachmittag:

“Heute um 14.30 Uhr hat uns Gabriele angerufen. Es war das erste Telefongespräch seit Sonntag, dem 9. April, als Gabriele in der Grenzregion Hatay von den türkischen Behörden festgenommen wurde. Er war seit dem 7. April in der Türkei.

Gabriele sagt: ‘Während ich spreche gibt es vier Polizisten, die mich anschauen und zuhören. Ich bin an der Grenze festgehalten worden, und nachdem sie mich im Identifizierungs- und Ausweisungszentrum Hatay hielten, haben sie mich nach Mugla gebracht, wo ich in einem weiteren Identifizierungs- und Ausweisungszentrum in Einzelhaft gesperrt worden bin. Meine Papiere sind in Ordnung, aber es ist mir weder erlaubt worden, einen Anwalt zu kontaktieren, noch ist mir erklärt worden, wie lange diese Festnahme dauern soll. Mir geht es gut, man hat mir nichts getan, aber ich darf nicht telefonieren, sie haben mein Telefon und meine persönlichen Gegenstände beschlagnahmt, obwohl sie mir keine Straftat vorwerfen. Der Grund meiner Festnahme hat mit dem Inhalt meiner Arbeit zu tun. Ich bin darüber mehrmals verhört worden. Anrufen durfte ich nur nach mehreren Tagen des Protests. Es wurde mir nicht mitgeteilt, dass die italienischen Behörden sich mit mir in Verbindung setzen wollten. Ab heute Abend trete ich in Hungerstreik, und ich bitte alle sich aktiv einzusetzen, damit meine Rechte respektiert werden’.

Italien hat die Türkei inzwischen aufgefordert, Gabriele Del Grande freizulassen. Der Fall werde „seit Beginn mit äußerster Aufmerksamkeit“ und in ständigem Kontakt mit Del Grandes Familie verfolgt, erklärte das italienische Außenministerium heute in Rom. Der italienische Präsident des Europäischen Parlaments, Antonio Tajani, forderte im Kurzbotschaftendienst Twitter ebenfalls die ‘sofortige Freilassung’ Del Grandes ‘und aller ungerechtfertigt in der Türkei inhaftierten Journalisten’.”


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