Aktuelles

Dokumentarfilm “Born in Evin” am 18. Oktober (20:15) im KoKi Hannover

Montag den 14.10.2019
Am kommenden Freitag, den 18. Oktober wird um 20:15 Uhr der Dokumentarfilm “Born in Evin” gezeigt, im Kino im Künstlerhaus (KoKi) Hannover.
 
Der Film erzählt die Geschichte von Regisseurin und Schauspielerin Maryam Zaree, die sich auf die Suche nach den gewaltvollen Umständen ihrer Geburt in einem der berüchtigtsten politischen Gefängnisse der Welt macht: dem Evin-Gefängnis am Stadtrand von Teheran. Seit 1971 werden dort insbesondere politische Gefangene untergebracht, darunter auch Zarees Eltern, bevor ihnen die Flucht nach Deutschland gelang. Mehr zum Film finden Sie im Programm vom KoKi: www.hannover.de/Kino-im-Künstlerhaus-Hannover/Programm
 
Die Vorführung findet in Kooperation mit dem NTFN e.V. statt. Kommen Sie an unserem Stand im Kinofoyer gerne mit uns ins Gespräch.
 

Appell an die Bundeskanzlerin: Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen aus Griechenland

Montag den 7.10.2019

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat sich zusammen mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen an die Bundeskanzlerin, den Bundesinnenminister sowie die Mitglieder von Innenausschuss, Menschenrechtsausschuss sowie Kinderkommission des Deutschen Bundestages gewandt und die Aufnahme von Unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlingen (UMF) aus Griechenland gefordert.

Derzeit leben in Griechenland mindestens 4.100 unbegleitete Minderjährige und täglich kommen neue hinzu. Allerdings gibt es nur ca. 1.000 kinder- und jugendgerechte Unterbringungsplätze in ganz Griechenland. Alle anderen leben unter katastrophalen Bedingungen auf der Straße, in Flüchtlingslagern für Erwachsene, sind in Haft oder in den Hotspots auf den griechischen Inseln. Viele sind ungeschützt vor Gewalt, leiden an mangelhafter Versorgung und erhalten kaum anderweitige Unterstützung. Dies zeigt ein aktueller BumF-Bericht zur Situation in Griechenland:

https://b-umf.de/material/unbegleitete-minderjaehrige-fluechtlinge-in-griechenland/

Den vollständigen Brief finden Sie hier


After Work-Gespräch zu Afghanistan am 19.9.19 im PSZ Hannover

Montag den 9.09.2019

Wir laden Sie herzlich zu unserem dritten After Work-Gespräch des Jahres:

Afghanistan – ein durch internationale humanitäre Interventionen stabilisierter Gewaltmarkt 
mit Tillmann Schmalzried (Amnesty International)

am Donnerstag, den 19.9.2019 um 18.00 Uhr
im PSZ Hannover (Marienstraße 28, 30171 Hannover)

Als 1978 durch einen Putsch pro-sowjetische Kräfte die Regierung übernehmen, ist binnen weniger Jahre ein Drittel der afghanischen Bevölkerung auf der Flucht. Mit Ausnahme einer Erholungspause nach 2001, als viele Flüchtlinge in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft nach Afghanistan zurückkehrten, hat sich daran nichts geändert. Laut UNHCR steht Afghanistan wieder an Nr. 2 der Hauptherkunftsländer von Flüchtlingen.
Der Afghanistan-Experte Tillmann Schmalzried stellt der üblichen Betrachtungsweise, nach dem in Afghanistan ein schwelender Bürgerkrieg zwischen regierungsfreundlichen und regierungsfeindlichen Gruppen herrsche, ein anderes entgegen. Er beschreibt Afghanistan als einen Gewaltmarkt, der im Hintergrund des Afghanistan-Kriegs der 80er Jahre mit ausländischer Unterstützung aufgebaut wurde und sich den im Krieg geschaffenen Bedingungen angepasst hat. Die Tatsache, dass man angesichts fehlender Mittel die Konfliktstrukturen nicht mehr beseitigen, sondern nur noch stabilisieren wolle, ließen die Chancen auf Konfliktlösungen weiter sinken.

Seit 1980 ist Tillmann Schmalzried Mitglied der deutschen Sektion von Amnesty International. Zwischen 2003 und 2011 war er als Afghanistan-Experte der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) tätig, seit 2007 als Referent in deren Bundesbüro. Er ist Leiter der Afghanistan-Länderkoordinationsgruppe von Amnesty International.

Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Der Eintritt ist frei. Für einen kleinen Imbiss ist gesorgt.

Die Einladung finden Sie hier


Integrationskurs für sehbehinderte Flüchtlinge

Dienstag den 13.08.2019

Die Bildungsakademie für Integration und soziale Teilhabe (B.I.S.T.) bietet in Hannover Integrationskurse für sehgeschädigte und blinde Flüchtlinge an, auch für auswärtige Teilnehmer*innen. Interessierte können sich mit Frau Baasske von der BIST in Verbindung setzen:
0511 96 94 22 25 oder 0176 55 93 83 73
j.baaske@sprachschule-niedersachsen.com
Web: www.sprachschule-niedersachsen.de


Forschungsmanufaktur zum Dolmetschen an der KU Eichstätt

Montag den 5.08.2019

Im Juni 2019 fand an der Katholischen Universität Eichstätt die Forschungsmanufaktur “Erkenntnisräume des Dolmetschens und Übersetzens. Alltags- und Forschungspraktiken im Rahmen von Flucht und Migration“ statt.

Über Praktiken des Dolmetschens und Übersetzens diskutierten Wissenschaftler*innen aus den Bereichen Ethnologie, Migrationsforschung, Linguistik und Sozialwissenschaften – mit dabei auch die therapeutische Leiterin des Psychosozialen Zentrums Hannover, Frauke Baller, zusammen mit der staatlich-vereidigten Dolmetscherin Brankica Ott. Für den NTFN e.V. bilden die beiden regelmäßig Behandler*innen wie Dolmetscher*innen zur Psychotherapie zu Dritt fort. Während dem Workshop in Eichstätt hielten die beiden einen Vortrag zu den unterschiedlichen Rollen von Dolmetscher*innen und Therapeut*innen im Therapieprozess.

Eine ausführliche Pressemeldung der Katholischen Universität Eichstätt zur Veranstaltung finden Sie hier